Die Vorzüge des Alterssparens in der Säule 3a sind bekannt. Nicht nur der Steuerspareffekt, auch die zuletzt satten Renditen sprechen für Einzahlungen in die gebundene Vorsorge, besonders in Fondsprodukte mit hohem Aktienanteil. So beliebt diese Art des Sparens ist, so breit ist das Angebot. Wie bei herkömmlichen Fondslösungen wird heute auch von Vorsorgeprodukten erwartet, dass sie in Sachen ESG (Environmental, Social, Governance) auf der Höhe der Zeit sind. Immer mehr 3a-Vorsorgefonds nennen sich deshalb nachhaltig oder haben auf Nachhaltigkeit «umgestellt».

So bezeichnen sich die 3a-Produktfamilien CS Mixta und UBS Vitainvest neuerdings als nachhaltig. Die UBS-Fonds gibt es gar nur noch in der Variante «Sustainable» (vgl. «Luftikus»). Der Anspruch, ­minimale Nachhaltigkeitskriterien zu erfüllen, ist also auch in den bodenstän­digen Produkten der Säule 3a ange­kommen. Sparer müssen allerdings genau hinschauen, was mit Nachhaltigkeit gemeint ist, denn dieser Anspruch ist oft sehr weit und locker gefasst.

Selbstdeklaration

Das Angebot an «nachhaltigen» 3a-Vorsorgeprodukten hat in jüngster Zeit jedenfalls rasant zugenommen. Gemäss Ben­jamin Manz, Chef des Vergleichsdiensts Moneyland, bezeichnen sich aktuell 34 von zuletzt untersuchten 86 Vorsorgefonds als nachhaltig, also rund 40%. In den vergangenen Jahren sei dieser Anteil sehr stark gestiegen, stellt Manz fest. ­Wobei der Nachhaltigkeitsanspruch von den Anbietern selbst erhoben wird. Was genau unter «nachhaltig» zu verstehen sei, variiere deshalb stark.

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