Die Altersvorsorge geniesst vor allem in den Industrieländern einen hohen Stellenwert. Zum Jahresende 2018 erreichten die Pensionskassenvermögen der 22 diesbezüglich grössten Märkte gemäss einer Studie des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson die enorme Summe von 40,1 Bio. $. Gemessen per Ende 2017 entspricht dies einem Rückgang von 3,3% – das ist die drittschlechteste Entwicklung in den vergangenen zwanzig Jahren. Die Vermögen sind äusserst ungleich verteilt. Mit 24,7 Bio. $ entfallen nicht weniger als 61,5% auf die USA. Auf dem zweiten Rang liegt Japan, das auf einen Anteil von 7,7% kommt. Die kleine Schweiz schafft es mit 893 Mrd. $ auf 2,2% bzw. Rang sieben. Misst man die absoluten Vermögen am jeweiligen Bruttoinlandprodukt, sehen die Relationen anders aus. Den höchsten Wert erreichen die Niederlande mit 166,7%. Die Schweiz folgt mit 126% auf Rang drei, noch vor den USA. Die Pensionskassen stehen in der Schweiz ungeachtet des hohen Vermögensbestands vor enormen Herausforderungen. Zunächst sind die Negativzinsen und die niedrigen Renditeerwartungen zu nennen. Hinzu kommt die steigende Lebenserwartung der Bevölkerung, die auch Pensionskassen das Leben schwer macht. Hier liegt die Schweiz im Rückstand: Gerade in Westeuropa haben viele Länder das Rentenalter nach oben angepasst – die Schweizer Politik verdrängt das Thema seit Jahren.