Märkte / Makro

Die Schulden sind das Hauptproblem

Trotz der Sanierungsanstrengungen in Europa bleiben die Verbindlichkeiten auf Rekordniveau.

Standard & Poor’s warnt: Die Staatsschuldenkrise in der Eurozone ist noch nicht überwunden. «Die akute Phase ist vorüber», sagt der Leiter Länderratings der auf Bonitätsanalysen spezialisierten Agentur, Moritz Kraemer, an einer Medienorientierung in Zürich. «Die Flussgrössen verbessern sich, aber die Bestandsgrössen sind weiterhin besorgniserregend.»

So hat sich der Auftragseingang in der Europeripherie erholt, die Wirtschaft schrumpft nicht mehr, sondern wächst leicht oder stagniert. Im Aussenhandel wurden die Leistungsbilanzdefizite markant zurückgefahren. Die Marktzinsen sind eingebrochen, Aktien haussieren.

Ein wackliges Fundament

Aber diese Besserung gründet auf einem wackligen Fundament. Beispielsweise die Leistungsbilanz: Sie spiegelt ein günstigeres Verhältnis im Aussenhandel. Die Exporte ziehen an, die Importnachfrage sinkt. Doch insgesamt bleibt die Lage prekär. Kraemer weist darauf hin, dass die Nettoauslandverschuldung rekordhoch ist und mancherorts sogar zunimmt. In einem Vergleich der Nettoauslandverschuldung gemessen an der Leistungsbilanz von 129 Ländern stammt die Hälfte der 20 am schwächsten abschneidenden Staaten aus der Eurozone.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.