Unternehmen / Finanz

Die schwache Schweizer IPO-Bilanz

Diverse Absagen und dürftige Performance: Mit neuen Aktien waren die Schweizer Investoren in den letzten Jahren selten zu begeistern.

Der Erfolgsausweis ist mässig. 27% beträgt die durchschnittliche Performance von Schweizer Börsenneulingen in den letzten zehn Jahren. Zum Vergleich: Der breite Aktienmarkt in Form des Swiss Performance Index ohne Dividenden hat 86% zugelegt. Von den fünfzig neuen Titeln, die seit 2011 an die SIX gekommen sind, haben achtzehn den Markt geschlagen. Das erstaunt insofern, als das Börsenumfeld selten so gut war wie im zurückliegenden Jahrzehnt. Dass das reichlich vorhandene Investorengeld viele Gesellschaften nicht erreicht hat, hat verschiedene Gründe.

Sie haben einerseits mit den Motiven zu tun, die hinter einem Börsengang stehen. Die Gründe für ein IPO reichen von Wachstumsfinanzierung über Schaffung einer M&A-Akquisitionswährung bis hin zur Nachfolgeregelung. Entsteht bei Investoren der Eindruck, die Besitzer seien in erster Linie auf das schnelle Geld aus, kommen Aktien selten zum Fliegen. Hingegen sind Spin-offs, die zur strategischen Konzernausrichtung dienen – zuletzt gesehen bei Medmix, V-Zug oder Alcon –, häufig erfolgsversprechender: Die unabhängigen Töchter lassen ihre Mütter in vielen Fällen alt aussehen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?