Telecomnetze sind quasi die Nervenbahnen der modernen Informationsgesellschaft. Im vergangenen Jahrzehnt hat sich das Datenvolumen im Mobilfunk vertausendfacht, ­dasjenige im Festnetz verzehnfacht. Neue Anwendungen wie digitales Fernsehen, autonomes Fahren, Industrie 4.0, ­Videostreaming, Internet der Dinge und Telemedizin beanspruchen grössere Bandbreite. Weil die Datenübertragung über Kupfernetze an Kapazitätsgrenzen stösst, setzen sich immer mehr die weitaus leistungsfähigeren Glasfaserkabel durch. Anders als früher werden die Daten mithilfe von Licht übertragen. Glasfaser wird daher auch als Lichtwellenreiter bezeichnet. Bei einer Übertragungsgeschwindigkeit von über 30 Megabit je Sekunde spricht man von Hochbreitband. Eine Studie, die jedes Jahr im Auftrag der EU-Kommission und der Organisation Glasfasernetz Schweiz erstellt wird, stellt der Schweiz erneut ein gutes Zeugnis aus. Beleuchtet wird die Zahl der Hochbreitbandanschlüsse mit einer Leistung von mindestens 100 Megabit je Sekunde. Die Schweiz rangiert mit einer Hochbreitbandabdeckung von unverändert 98,6% auf Platz drei hinter den dicht besiedelten Kleinstaaten Malta und Luxemburg, aber deutlich vor dem EU-Durchschnitt von etwa 75%. Erstaunen mag, dass drei Länder mit grosser Volkswirtschaft – Italien, Grossbritannien und Frankreich – Nachholbedarf haben.