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Schweiz wird zum Risikogebiet in Europa

Neuinfektionen mit dem Coronavirus verdoppeln sich innerhalb einer Woche, während die Todeszahlen weiterhin gering ausfallen. Reisebeschränkungen drohen.

Reisende aus der Schweiz müssen sich darauf einstellen, dass das Land in Europa bald als Risikogebiet gilt. Einschränkungen bei Übernachtungen könnten die Folge sein. Und das, obwohl in der Eidgenossenschaft die Zahl der Toten sowie der Intensivpatienten seit dem Sommer nur bei einem sehr ­kleinen Bruchteil dessen liegt, was im Frühjahr auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie gemeldet wurde. Dies gilt auch für viele europäische Länder, wo sich die zweite Pandemiewelle in dieser Woche stark beschleunigt hat.

In der Schweiz sind innerhalb von sieben Tagen die gemeldeten Fälle pro hunderttausend Personen auf mehr als fünfzig gestiegen. Dies ist zum Beispiel eine in Deutschland verbreitete Schwelle, ab der eine Region als Risikogebiet gilt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Bern hat von Montag bis Freitag 5984 neue Infektionsfälle gemeldet – am Wochenende gibt das BAG seit September keine Meldungen mehr heraus. Dies ergibt eine Sieben-Tage-Inzidenz von siebzig Fällen. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Thomas Bornhauser 08.10.2020 - 17:21
Was soll nur diese neuerliche redaktionelle Gedankenlosigkeit, die im Titel dieses Beitrags zum Ausdruck kommt? Nein, die Schweiz wird bislang keineswegs “wieder zum Risikogebiet”. Die Zahlen vom Frühling lassen sich bekanntlich nicht mit den aktuellen vergleichen. Denn es wird aktuell vielmehr getestet als im Frühling. Zudem ist die Zahl der Hospitalisierungen und Todesfälle bis dato geradezu extrem niedrig. Nicht umsonst… Weiterlesen »