Märkte / Makro

Die SNB könnte vorausgehen

Die Schweizerische Nationalbank wird der EZB wohl den Vortritt lassen. Sie könnte aber auch einen isolierten Zinsschritt machen. Dafür müssten drei Voraussetzungen erfüllt sein.

Da die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Anleihenkäufe langsamer als erwartet zurückfährt, sind auch der Schweizerischen Nationalbank (SNB) die Hände gebunden. Allenfalls könnte sie mit einem isolierten Zinsschritt vorangehen. Zu diesem Schluss kommen die von «Finanz und Wirtschaft» befragten Bankökonomen von UBS, Credit Suisse (CS), Zürcher Kantonalbank (ZKB), Bank Bär, Raiffeisen Schweiz und St. Galler Kantonalbank (SGKB). Sie haben ihre Quartalsprognosen am langen Ende zum Teil beibehalten, zum Teil korrigiert – meist nach oben.

CS-Zinsstratege Karsten Linowsky hat die Prognose der zehnjährigen Rendite gegenüber dem Vorquartal leicht angehoben. Der Markt gehe davon aus, dass der Dreimonats-Libor bis Juni 2019 auf –0,5% steigen könnte, was einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte entspräche, und erst im September 2021 positives Terrain erreichen werde. Es sei möglich, dass das kurze Kurvenende im Jahresverlauf höher steige als derzeit einpreist. Zusammen mit einem globalen Renditeanstieg könnte dies auch die übrigen Schweizer Zinskurvensegmente anheben. Deshalb sieht Linowsky die Rendite zehnjähriger «Eidgenossen» in zwölf Monaten bei 0,3%.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare