Märkte / Makro

Die Steuerrevolution rollt an

Die globalen Unternehmensabgaben sollen neu gestaltet werden. Doch der Mindest- und der Digitalsteuer stehen noch einige Hürden im Weg.

Es sei eine «Steuerrevolution», sagt der deutsche Finanzminister Olaf Scholz. Er spricht von der globalen Mindeststeuer von 15%, der vergangene Woche hundertdreissig Staaten zugestimmt haben, darunter auch die Schweiz. Betroffen sind alle Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 750 Mio. € – in der Schweiz gut zweihundert Betriebe. Global soll das laut der OECD 130 Mrd. $ zusätzlich in die Staatskassen spülen.

Die breite Unterstützung ebnet den Weg für das zweitägige G-20-Treffen, das am Freitag in Venedig beginnt. Es macht die Aufgabe der Finanzminister allerdings nicht einfacher. Sie stehen vor der undankbaren Aufgabe, die vielen unklaren Einzelheiten zu klären. Anders als beim G-7-Treffen in London, wo der Steuersatz von 15% öffentlich verkündet wurde, sitzen nun auch die geopolitischen Schwergewichte China und Russland sowie bevölkerungsreiche Schwellenländer wie Indonesien, Mexiko und die Türkei mit am Verhandlungstisch. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?