Unternehmen / Energie

Die Strompreishausse geht weiter

Welche Energieunternehmen profitieren und wie Grossverbraucher mit den Rekordpreisen umgehen.

Es herrschen aufregende Zeiten im Stromhandel. «Schon Anfang Oktober verzeichneten wir in Europa die höchsten Preise der Geschichte», sagte Domenico De Luca, beim Energiekonzern Axpo Leiter des Handelsgeschäfts, Mitte November vor Journalisten. Haupttreiber sind sehr hohe Gaspreise. Diese wiederum hängen mit der hohen Nachfrage aus China und dem tiefen Angebot zusammen; nach dem vergangenen Winter sind die Gasspeicher in Europa nie auf das übliche Niveau aufgefüllt worden.

Im Oktober notierte der Preis der Megawattstunde in der Schweiz bei rund 200 €. Mittlerweile ist er mit dem Wintereinbruch auf mehr als 300 € gestiegen. Das allein ist schon beachtlich. Punktuell sind die Verwerfungen geradezu spektakulär; vergangenen Donnerstag kostete die Megawattstunde (MWh) im kurzfristigen sogenannten Intraday-Handel über 1500 €.

BKW agiert geschickt

Für Energieversorger mit eigenen Kraftwerken bietet die aktuelle Marktlage Chancen. Der Berner Energiekonzern BKW beispielsweise hat in der Vergangenheit Geschick dabei bewiesen, den eigenen Kraftwerkpark im Energiehandel einzusetzen. Die Vorstellung allerdings, dass sich die derzeitigen Preise eins zu eins in der Erfolgsrechnung niederschlagen, ist falsch. Denn die Versorger sichern sich gegen Preisstürze ab, indem sie Jahre im Voraus ihre eigene Stromproduktion zu einem bestimmten Preis verkaufen.

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