Märkte / Makro

Die Stütze der EZB wird noch gebraucht

Die Eurowährungshüter warten derzeit die Wirkung ihres Anschubs ab. Die Unsicherheit über den weiteren Ausblick bleibt auch in den Sommermonaten gross.

Die Eurowährungshüter gehen entspannter in die Sommerwochen, als Ende Mai noch abzusehen war. Wenn der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zur Sitzung zusammenkommt, dürften keine gravierenden Entscheidungen mehr anstehen. «Mit der Verbesserung der Daten und dem bevorstehenden Beginn der Sommerpause wird die EZB hoffen, dass sie vorerst genug getan hat», sagt zum Beispiel Anatoli Annenkov, Volkswirt bei der Société Générale. Die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Aussichten und die Risiken bleiben jedoch gross.

Bei der Sitzung Anfang Juni hatte der EZB-Rat Beobachter noch überrascht: Er beschloss, das seit März laufende Not­programm für den Anleihenaufkauf PEPP um 600 Mrd. € auf 1350 Mrd. € zu erhöhen – mehr als erwartet. Ziel des Aufkaufs ist es, dass die Risikoaufschläge der Euro­länder für ihre Staatsanleihen nicht ausser Kontrolle geraten. Das ist der EZB auch gelungen – zuletzt mit einem Volumen von 5 bis 6 Mrd. € pro Handelstag, wobei sie vor allem Papiere aus Italien kaufte.

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