Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Entscheidungsjahr 2020
Märkte / Makro

Die Supermächte koppeln sich jetzt richtig ab

China und die USA entfernen sich voneinander – wirtschaftlich, technologisch und politisch. Diese Abtrennung wird weitergehen, selbst nach Einigungen im Handelsstreit.

Donald Trump ruft seinem Publikum minutenlang «China, China, China» entgegen. Der im Internet kursierende Zusammenschnitt von Videos von Auftritten Trumps im Präsidentschaftswahlkampf 2016 zeigt, wie seine Kampagne das amerikanische Unbehagen angesichts einer schnell aufholenden Volksrepublik angeheizt hat. Unter Trump als Präsidenten ist der US-chinesische Konflikt heiss geworden. Es ist eine Fehleinschätzung, mit der Phase-1-Einigung im Handelsstreit sei nun Ruhe eingekehrt. Das gesamte globale Wirtschaftsgefüge bleibt in Gefahr, aufzubrechen.

So werden die USA ihre militärischen Kräfte verstärkt auf China fokussieren, erklärte der amerikanische Verteidigungsminister Mark Esper – «man muss Ressourcen und Aktivitäten verlagern». Das ist verständlich: China positioniert sich nicht nur als wirtschaftliche Macht  und Schwergewicht im internationalen Handel, sondern könnte in den nächsten Jahrzehnten die USA an geopolitischem Einfluss überholen.

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Leser-Kommentare

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Werner Rüegg-Meier 31.12.2019 - 16:44
Das ist ein sehr wertvoller Artikel, auch unter Berücksichtigung des IMD Artikels. Als ich 1988 an der IMD eine Ausbildung absolvierte, kam in unserer Gruppe ein deutlicher Unterschied zwischen dem Denken von Asiaten und Europäern zum Vorschein. Die Asiaten, es waren damals eine Gruppe Japaner, waren zuerst nicht bereit ihre Denk- und Entscheidungsvorgänge zu erklären. Der grösste Unterschied war ihr… Weiterlesen »