Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Anlagestrategien
Märkte / Aktien

Die Theorie überlisten

Für Carry-Investoren zählt vor allem der Cashflow. Oft nutzen sie internationale Zinsdifferenzen aus, was gemäss Lehrmeinung nicht funktionieren sollte. Die Realität sieht jedoch anders aus. 

Thorsten Hens

Bevor Schweizer Pensionskassen in Aktien investierten, waren sie typische Carry-Investoren – auch wenn sie damals noch nicht so genannt wurden. Das angesparte Pensionsgeld wurde so in Obligationen und Immobilien investiert, dass es regelmässige Zins- und Rückzahlungen generierte, um die Pensionsverpflichtungen zu decken.

Da die Cashflows aus den Investitionen jederzeit den Pensionsverpflichtungen entsprachen, konnten die Pensionskassen dem munteren Treiben an den Finanzmärkten gelassen zusehen. Die Sicherheit, dass die Guthaben der Kasse mindestens so hoch sind wie die Verpflichtungen, also das Asset-Liability-Management, wurde durch die Steuerung der Cashflows erreicht. Diese Sichtweise lässt sich natürlich auch auf Aktien übertragen. Ein Carry-Investor kauft Aktien, die hohe Dividenden auszahlen.

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