Märkte / Makro

«Die Ungewissheit bei der US-Wahl hilft dem Dollar»

James Binny, Leiter globale Währungsstrategie beim Vermögensverwalter State Street Global Advisors, rechnet nach dem Wahlausgang jedoch mit einer Abwertung.

Herr Binny, im September hat der Dollar ­etwas Boden gutgemacht. Bahnt sich hier eine Kurswende an?
Nein, der Dollar befindet sich in einem Bärenmarkt. Er ist überbewertet, vor allem weil die US-Zinsen dieses Jahr so stark gesunken sind. Die Korrektur, die Sie ansprechen, ist eine kurzzeitige Bewegung. Einige Investoren hatten sich im Zuge der überwiegend negativen Analysen zum Dollar wohl etwas zu sehr exponiert und verringerten ihre Leerverkaufspositionen im September etwas. Mehr nicht.

Was macht den Dollar so schwächeanfällig?
Der Dollar ist zu einer Safe-Haven-Währung geworden. Sobald die Furcht zunimmt, wird er gekauft. Das sahen wir im März. Umgekehrt funktioniert es genauso. Zum Beispiel im Juli, als sich die Lage an den Finanzmärkten besserte, kippte die Stimmung. Plötzlich waren alle Kommentatoren Dollarbären und erklärten, warum er an Wert verlieren würde. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.