Unternehmen / Ausland

Die US-Industrie ist stark gefordert

Amerikanische Konglomerate wie General Electric und Honeywell leiden unter schwächelnden Absatzmärkten. Dennoch gibt es interessante Titel.

An Wallstreet sind Industrieunternehmen wenig beliebt. Seit Jahresbeginn haben sie mit 27% mehr als doppelt so viel verloren wie der marktbreite S&P 500. Die Abneigung liegt aber nicht nur an dem vom Coronavirus ver­ursachten globalen Wirtschaftseinbruch. Gemäss der Deutschen Bank sahen Industriefonds im Gegensatz zu anderen Branchen wie IT und Konsumgüter schon vor dem Ausbruch der Pandemie kaum Zuflüsse. Unbeliebter über die vergangenen zwölf Monate waren einzig die Finanz- und die Rohstoffbranche.

Die Abneigung überrascht kaum. Zyklische Titel leiden ausserordentlich in einem Abschwung. Gemäss Schätzung der UBS werden amerikanische Industrieunternehmen einen organischen Umsatzrückgang von 18% gegenüber dem ersten Quartal verkraften müssen. Und doch: Laut dem UBS-Strategen Ajit Agrawal dürfte die Industrie den Tiefpunkt bereits hinter sich haben. «Im Grossen und Ganzen blieben die Indikatoren stabil. Ich ­erwarte, dass sie sich verbessern, sobald die Nachfrage in den kommenden Wochen wieder anzieht», schreibt er in einem Kommentar vom 8. Mai. Doch deswegen nun breit auf Industrieunternehmen zu setzen, wäre ein Fehler.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare