Märkte / Makro

Die US-Wirtschaft trotzt der Pandemie

Trotz Omikron wächst die US-Wirtschaft im vierten Quartal deutlich stärker als von Analysten erwartet.

(Reuters) Die US-Wirtschaft hat Ende 2021 trotz der Omikron-Welle kräftig an Schwung gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im vierten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 6,9%, wie das Handelsministerium am Donnerstag auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Zuwachs von nur 5,5% gerechnet. Viele Betriebe füllten angesichts anziehender Nachfrage ihre in der Pandemie ausgedünnten Lagerbestände auf, was der Konjunktur einen Schub verlieh. Im Sommer war nur ein Plus beim BIP von 2,3% herausgesprungen. Im Gesamtjahr 2021 legte die US-Wirtschaft um 5,7% zu — das kräftigste Wachstum seit 1984.

Vorausgegangen war aber das vom Corona-Einbruch geprägte Jahr 2020. Die Notenbank Fed hat angesichts der wiedergewonnenen Konjunkturstärke die Zinswende für März signalisiert. Sie reagiert damit auf die rasant steigenden Preise im Land. Zugleich räumte sie ein, dass das Aufkommen der Corona-Mutante Omikron eine Gefahr für den Konjunkturausblick sei. Laut Fed-Chef Jerome Powell dürfte das Virus-Geschehen das Wachstum im ersten Quartal «sicherlich beeinträchtigen». Doch werde die Welle wohl schnell vorübergehen und somit könnten auch ihre Folgen für die Wirtschaft nachlassen.