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«Die USA fordern Unmögliches von China»

Ethan Cramer-Flood, China-Experte bei der Denkfabrik The Conference Board, ist pessimistisch für die Beilegung des Handelskriegs.

Herr Cramer-Flood, Sie stehen regelmässig in Kontakt mit amerikanischen Unternehmen, die in China aktiv sind. Wie sehen diese den Handelskrieg?
Sie sind mehrheitlich nicht so sehr über den Handelskrieg selbst besorgt – für die meisten Tochtergesellschaften von US-Unternehmen in China sind Zölle keine grosse Sache. Viel besorgter sind sie wegen möglicher weicher Vergeltungsmassnahmen, die sich gegen ihre Geschäftsinteressen in China richten.

Weshalb droht Peking mit einer «weichen» Vergeltung?
Sie bahnt sich an, sobald Chinas Fähigkeit erschöpft ist, mit Zöllen gegen die Trump-Regierung zurückzuschlagen, was in den nächsten Wochen geschehen wird. Wenn China dann weiterhin Härte und Kampfbereitschaft zeigen will, befürchten US-Unternehmen, dass die traditionellen chinesischen Beschränkungen des Marktzugangs verstärkt werden. Das ist die grösste Sorge von Managern in China. In den Hauptsitzen multinationaler Unternehmen hingegen ist man vor allem über mögliche Störungen der globalen Lieferketten besorgt.

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Leser-Kommentare

Fredy Fischli 19.09.2018 - 11:16

Es ist die Gier der Konzerne, die China gross gemacht hat. Dafür haben wir unser Wissen, das über Jahrhunderte aufgebaut wurde für kurzfristigen Gewinn verscherbelt. Die Politik hat diesem Treiben seit 20 Jahren zugeschaut und nichts gemacht. Jetzt ist es zu spät.