Märkte / Aktien

«Die USA können sich das gar nicht erlauben»

Ivo Staijen, Leiter Public Equity bei HBM Partners, setzt auf Innovation im Gesundheitssektor und relativiert den Druck auf die Medikamentenpreise.

Herr Staijen, die Konjunktur trübt sich ein, die Aktienmärkte gelten als hoch bewertet. Wie sind die Aussichten für den Gesundheitsbereich in diesem Umfeld?
Gesundheitstitel weisen in der Regel in einem korrigierenden Umfeld eine bessere Performance auf als der Gesamtmarkt. Besonders die grösseren Unternehmen gelten als defensiver. Zudem bewegen sich die Bewertungen von grosskapitalisierten Biotech-Gesellschaften, gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis, auf einem Allzeittiefststand. Bei kleiner kapitalisierten Biotech-Titeln wird es zu mehr Volatilität kommen. Wir sind aber insgesamt zuversichtlich für qualitativ hochwertige Unternehmen.

Biotech-Titel haben die Korrektur vom letzten Herbst ähnlich mitgemacht wie andere Tech-Titel, etwa Chiphersteller. Treffen Sie Vorkehrungen für mögliche Rückschläge?
In der Vergangenheit haben wir einen Teil unseres Portfolios durch Leerverkäufe durch SPDR S&P Biotech («XBI») ETF-abgesichert. Er enthält Aktien kleiner und mittelgross kapitalisierter Biotech-Unternehmen und widerspiegelt daher unser kotiertes Portfolio besser als ein ETF beispielsweise auf den Nasdaq-Biotech-Index, der stark von grosskapitalisierten Titeln geprägt ist. In gewissen Marktzyklen erhöhen wir auch die Cashposition im Portfolio.

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