Märkte / Makro

Die USA weiten Handelskrieg auf digitale Arena aus

Digitalsteuern sind den USA ein Dorn im Auge. Nun sollen Strafzölle Staaten wie Frankreich und Italien umstimmen.

Der Anti-Trump-Rhetorik zum Trotz: US-Präsident Joe Biden bedient sich in seiner Handelspolitik der gleichen unkonventionellen Mittel wie sein Vorgänger. Die gleiche rechtliche Argumentation, die Strafzölle in Milliardenhöhe auf chinesische Güter legitimiert hat, wird nun auf sieben weitere Staaten angewendet: auf Frankreich, Italien, Spanien, Österreich, das Vereinigte Königreich, Indien und die Türkei.

Unter Beschuss stehen die Digitalsteuern in diesen Ländern. Sie diskriminierten US-Unternehmen, verletzten globale Steuerregeln und schränkten den Handel ein, argumentiert die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai. Zusammen belaufe sich der Schaden für die USA auf mehr als 1 Mrd. $. Deshalb wollen die USA nun Strafzölle von 25% auf ausgewählte Güter erheben – von türkischen Teppichen über britische Kühlschränke bis zu österreichischen Konzertflügeln. Damit sollen einerseits die Steuergelder indirekt zurückgefordert werden und andererseits die betroffenen Regierungen gezwungen werden, ihre Digitalsteuern abzuschaffen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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