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Die verfehlte Angst vor der Stagflation

Gegen Grossprogramme zur Ankurbelung der US-Wirtschaft wird mit der anhaltenden Inflation in den Siebzigerjahren argumentiert. Eine neue Studie bestreitet die Gefahr.

Ein Rückfall in den gescheiterten Keynesianismus der Siebzigerjahre? Solch ein Szenario haben Ökonomen wie Larry Summers vor Augen, die vor einem übermässigen Stimulus in den USA warnen. Die Stagflation – hohe Inflation bei gleichzeitig stagnierender Wirtschaft – warf vor vierzig Jahren das herrschende Dogma in den Wirtschaftswissenschaften über den Haufen.

Bis dahin operierte die Wirtschaftspolitik unter der Annahme, dass man eine geringere Arbeitslosigkeit durch ein Überhitzen der Wirtschaft und damit höherer Inflation erkaufen könne. Den engen negativen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Teuerung stellte der neuseeländische Ökonom Bill Phillips 1958 fest. Doch Stagflation sorgte für eine Neuinterpretation dieser Phillips-Kurve.

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