Märkte / Emerging Markets

Die vermeintlichen Gewinner der Krise

Seit Jahresbeginn haben sich für Saudi-Arabien, Brasilien und Nigeria die Konjunkturaussichten aufgehellt. Doch der reine Blick auf das Bruttoinlandprodukt ist trügerisch.

Wenn sich der türkische Präsident Recep Erdogan dem Königreich Saudi-Arabien anbiedert, dann müssen finanzielle Interessen dahinterstecken. Seit der saudische Journalist und Regimekritiker Jamal Kashoggi im Jahr 2018 im Generalkonsulat des Wüstenstaats in Istanbul ermordet worden war, bestand Eiszeit zwischen der Türkei und Saudi-Arabien. Nun soll, zumindest wenn es nach Erdogan geht, eine neue Ära der Zusammenarbeit eingeläutet werden.

Bei dem Vieraugengespräch mit Kronprinz Mohammed bin Salman in der Stadt Jeddah am Roten Meer dürfte der türkische Präsident vergangenen Donnerstag alle Register gezogen haben, um saudische Gelder an den Bosporus zu lenken. Erdogan braucht dringend ausländisches Kapital. Die Wirtschaft leidet, die Inflationsrate liegt über 60%, die Arbeitslosenquote ist im zweistelligen Bereich, und kommendes Jahr stehen Wahlen an.

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