Märkte / Aktien

Die Versorgungskrise am Ölmarkt setzt sich fort

Die Sitzung der Opec am Mittwoch hat gerade mal sechzehn Minuten gedauert. Offen ist, ob eine Produktionserhöhung gelingt. Die Ölpreisprognosen klaffen auseinander.

Des einen Freud ist des anderen Leid. Ölförderer und Anleger können sich zufrieden die Hände reiben. Allein im Januar hat das schwarze Gold eine stattliche Rendite geliefert. Auch die längerfristige Entwicklung der Ölpreise kann sich sehen lassen. Dagegen nehmen die Konsumenten und die Notenbanker – die aufgrund der hohen Inflation bereits unter Druck sind – die erneute Ölpreisrally mit Sorge zur Kenntnis.

Der Preis für ein Fass Rohöl der europäischen Sorte Brent stieg in der Spitze gar über 90 $. Dann sorgte allerdings der Kontraktwechsel des Brent-Futures – der Märzkontrakt läuft aus, und der Aprilkontrakt wird am Markt zur Referenz – zu Monatsbeginn für einen niedrigeren Preis. Ursache ist die sogenannte Backwardation in der Terminstrukturkurve, dabei liegen die Terminkurse in der Zukunft unter dem aktuellen Kassakurs. Diese Preisstruktur, bei der ein sofortiger Kauf des Rohstoffs teurer ist als ein späterer Liefertermin, lässt die aktuelle Unterversorgung erkennbar werden.

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