Märkte / Makro

Die versteckten Folgen der Finanzkrise

Der Halbjahresbericht des IWF zeigt auf, dass die Geburtenrate im Nachgang der Krise gesunken ist. Das beeinträchtigt das Potenzialwachstum.

In ihrem Halbjahresausblick widmet sich der Internationale Währungsfonds einem Thema, das in den vergangenen Wochen mehrfach im Mittelpunkt ökonomischer Untersuchungen stand: die Finanzkrise von vor zehn Jahren. Allerdings konzentriert er sich auf einen Aspekt, der bisher nur wenig Beachtung fand: Der wirtschaftliche Einbruch 2008 sei daran schuld, dass die Bevölkerung danach weniger wuchs.

Es ereignete sich ein Knick in der Geburtenrate. «In dem Jahrzehnt vor der Krise nahm die Geburtenrate in mehreren Industrieländern zu, danach nahm sie ab», schreiben die Ökonomen der in Washington basierten Behörde. In den USA sank sie von ihrem Hoch von 2,12 im Jahr 2007 stetig. 2016 betrug sie nur noch 1,6. In Europa lässt sich das gleiche Phänomen beobachten. Besonders ausgeprägt ist es in Griechenland und Spanien, die beide von schweren Rezessionen heimgesucht wurden. Die Geburtenrate sank dort zwischen 2007 und 2016 von 1,5 auf 1,3.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare