Märkte / Makro

Die Wende zum Weniger

Der Einbruch der Konsumentenstimmung ist vielerorts dramatisch. Das Einkaufsverhalten hat sich gewandelt, und in der Schweiz dürfte die Sparquote steigen.

«Es tut uns leid. Die Zeitfenster für die Heimlieferung sind für die kommenden zwei Wochen komplett ausgebucht.» Meldungen dieser Art haben Konsumenten rund um den Globus während der Pandemie oft angetroffen. Anbieter von Onlineshopping für Lebensmittel mussten in Nullkommanix den enormen Ansturm auf die Webseite bewältigen. Die Logistik ist öfters in einen Engpass geraten, und die Lieferwartezeiten konnten entsprechend lang ausfallen.

Doch während die Verkaufszahlen der Detailhändler für Lebensmittel teilweise durchs Dach gehen, fallen die Bestellungs- und Konsumzahlen in anderen Sparten ins Bodenlose. Die Divergenzen sind beträchtlich. Glücklich sind diejenigen, die ihr Onlinegeschäft bereits vor der Krise in ihrem Kundenkreis etabliert hatten. So konnten Sportartikel- und -bekleidungshändler dank vermehrter Bewegungsanstrengung in der Heimisolation profitieren. Doch die Kleidergeschäfte ­generell leiden unter der Kaufunlust der Menschen, die sich im Home Office keinem Kleidungszwang mehr ausgeliefert sehen. Ganze Dienstleistungssektoren liegen noch immer brach.

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