Unternehmen / Konsum

Die Wertevernichter von Aryzta

In der tiefen Marktbewertung des Backwarenherstellers spiegeln sich Zweifel am guten Willen und an den Fähigkeiten des Managements.

Der Vorwurf war happig, die Reaktion darauf seltsam: «Die Führung aus angelsächsisch geprägten Finanzjongleuren hat uns nach sieben Amtsjahren einen veritablen Scherbenhaufen hinterlassen», sagte Hilmar Langensand in einer Rede an der Generalversammlung des Backwarenherstellers Aryzta im Dezember. Der Manager des zCapital Swiss Small & Mid Cap Fund, der eine «aggressive Geschäftsstrategie» und «überrissene Vergütungen» anprangerte, erhielt nach seinen Aussagen viel Applaus von GV-Teilnehmern, von Aryzta habe ihn aber niemand auf die Kritik angesprochen.

Die irisch geprägte Führung des Unternehmens, entstanden 2008 aus der Fusion des Schweizer Tiefkühlgipfelibäckers Hiestand mit der irischen IAWS Group, steht unter Druck. Die Aktien müssten im Grunde wie andere aus dem Nahrungsmittelsektor ein defensives Profil mit relativ geringen Kursausschlägen aufweisen. Seit Beginn 2015 haben sie aber 35% verloren. Ein Auslöser für den Kurssturz waren ernüchternde Wachstumszahlen.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare