Märkte / Rohstoffe

Die Zinkpreise steigen ungebremst

Höhere Stromkosten haben die Produktion des Industriemetalls massiv verteuert. Bereits werden ähnliche Verwerfungen wie im Nickelmarkt befürchtet.

In einem Rohstoffmarkt, der in diversen Bereichen von Angebotsengpässen und hohen Notierungen geprägt ist, setzt sich Zink zurzeit besonders in Szene: Seit dem coronabedingten Tief im März 2020 hat sich der Preis des Industriemetalls verzweieinhalbfacht und jüngst mit rund 4500 $ pro Tonne ein langjähriges Hoch markiert. Selbst die Rekordwerte aus dem Superzyklus von 2006 sind damit in Reichweite gerückt.

Verschiedene Faktoren haben sowohl auf der Angebots- als auch der Nachfrageseite dazu beigetragen, die Notierungen nach oben zu treiben. Zink wird vornehmlich dazu genutzt, Stahl zu beschichten und damit vor Korrosion zu schützen. Die Erholung der Bauaktivität – und der Konjunktur allgemein – hat im Nachgang der Coronakrise den Bedarf deutlich angekurbelt. Nachfragefördernd wirkte ebenfalls die Erholung der Automobilproduktion in China, Europa und den USA.

Deutlich höhere Produktionskosten

Der neuerliche Preisschub, der im Herbst des vergangenen Jahres eingesetzt hat, geht allerdings schwergewichtig von der Angebotsseite aus. Zwar konnte die Minenförderung 2021 gegenüber dem Vorjahr – primär dank Peru und Bolivien – um 4,5% auf rund 12,8 Mio. Tonnen ausgeweitet werden. Wegen deutlich steigender Strompreise – ein Problem, das sich inzwischen durch den Ukrainekrieg nochmals verschärft hat – haben besonders in Europa die Zinkhütten, die aus Erz Feinzink herstellen, ihre Aktivität herunterfahren müssen.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?

Leser-Kommentare