Unternehmen / Ausland

Diese Schweizer Aktien sind im China-Stress

Die Eskalation der Evergrande-Krise droht. Zykliker werden bestraft – eröffnet das Chancen?

Es ist mehr als ungewiss, ob Evergrande die Coupons für zwei Dollaranleihen, die in den nächsten Tagen fällig sind, zahlen kann. Und die chinesische Regierung macht bislang keine Anstalten, zu intervenieren. Damit wird immer wahrscheinlicher, dass der hoch verschuldete chinesische Immobilienentwickler kollabiert.

Das macht die Marktteilnehmer nervös. Sie fürchten, dass bei einem Ausfall eine Kettenreaktion ausgelöst wird, die chinesische Banken und andere Immokonzerne mitreisst. Diese Angst zog am Montag die Hongkonger Börse und mit ihr die Weltindizes nach unten.

Panik ist noch keine da, Irrationalität schon. Eine Liquiditätsspritze von Chinas Notenbank über 14 Mrd. $ am Freitag konnte die Anleger jedenfalls nicht beruhigen. Und obschon «nur» rund 19 Mrd. $ von Evergrandes 310 Mrd. $ Schulden auf Offshore-Bonds entfallen – Chinas Finanzsystem ist stark abgeschottet –, gaben auch Finanztitel wie UBS und CS am Montag stark nach. Banken wie UBS bekräftigten abermals, nicht «materiell» exponiert zu sein. Nicht nur Bankwerte verloren, auch die Kurse von Luxuskonzernen wie Richemont und Swatch Group oder Bauzulieferern wie Holcim oder Schindler knickten teils stark ein. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Pascal Fuchs 23.09.2021 - 20:38
Die dauernden Diskussionen über Chinainvestments lösen bei mir Unverständnis aus. Sind die dunklen Zeiten der invasiven UDSSR Bedrohung denn komplett in Vergessenheit geraten ? China verletzt so ziemlich all unsere westlichen Errungenschaften; sprich Werte. Dies vorsätzlich, mit Plan und mit allen Mitteln die ein totalitäres System nutzt, um seinen invasiven Plan der Weltherrschaft weiter zu verfolgen. Ist es wirklich zielführend… Weiterlesen »
Rolf Schaerer 11.10.2021 - 11:49

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Rolf Schaerer