Märkte / Devisen

Digitalwährungen kommen schneller als gedacht

Zentralbanken schreiten voran, Bargeld in elektronischer Form bereitzustellen. Besonders für Schwellenländer sind die Vorteile offensichtlich.

Drei Zentralbanken bieten schon Bargeld in digitaler Form an – nach den Notenbanken der Bahamas sowie der Ostkaribik hat nun die nigerianische ihren eNaira ausgerollt. Nigeria verspricht sich von dieser Zentralbank-Digitalwährung (Central Bank Digital Currency, CBDC) «finanzielle Inklusion»: 60% der Nigerianer sind ohne Bankkonto und können mit dem eNaira einfacher und günstiger Transaktionen durchführen. Ausserdem verspricht man sich Erleichterungen beim Eintreiben von Steuern und bei der Auszahlung von Sozialleistungen.

Während die Notenbanken der reichen Länder noch diskutieren, machen die Schwellenländer bei den CBDC vorwärts. Die Digitalwährungen werden wie Bargeld – und anders als Bankkonten – direkt von den Zentralbanken emittiert. Ausserdem kann man sie als Token so gestalten, dass Nutzer sie direkt untereinander austauschen können. Dagegen ist Anonymität aber nicht unbedingt gewährleistet.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?

Leser-Kommentare