Märkte / Derivate

Discount-Zertifikate dämpfen das Risiko

Strukturierte Produkte für die Stillhalterstrategie sind mit einem Stossdämpfer ausgestattet. Doch nicht alle Varianten reüssieren.

Die Stillhalterstrategie ist altbewährt – Financier Martin Ebner von der BZ Gruppe gründete das Anlagevehikel «Stillhalter Vision» im Jahr 1994. Das Vorgehen besteht aus zwei Transaktionen: Der Investor kauft Aktien, und er verkauft Call-Optionen auf diese Aktien. Resultat ist quasi eine Aktie zum Aktionspreis (Rabatt) mit Kursobergrenze (Cap). Verpackt wird dies in ein Discount-Zertifikat, das Konzept wird auch als Schreiberstrategie, Buy Write oder Covered Call bezeichnet.

Passend ist die Stillhalterstrategie, wenn die Aktienkurse stagnieren oder leicht steigen. Dank des tieferen Kaufpreises liefern Discount-Zertifikate dann eine höhere Rendite als Aktien. Wenn die Börse an Terrain einbüsst, dient der Rabatt als Stossdämpfer, der den Verlust abfedert.

Der Börsensturz zeigt das Risiko

In einem Börsensturz wie im Frühling 2020 leiden aber auch Discount-Zertifikate heftig. Die Performance im Krisenjahr zeigt eine vergangene Woche publizierte Studie, verfasst vom Finanztechnologieanbieter TTMzero und der Börse Stuttgart im Auftrag des Deutschen Derivate Verbands (DDV). Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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