Märkte / Aktien

Diversifikation ist schwierig, aber nicht hoffnungslos

Anleihen und Schwellenmärkte diversifizieren das Portfolio weniger. Doch aufgeben darf man die Risikostreuung nicht.

Es war ein Schock für konservative Anleger. Einer der Grundbausteine, um ein diversifiziertes Portfolio aufzubauen, funktionierte plötzlich nicht mehr: die Mischung von Anleihen und Aktien. Anleihen sollen Stabilität liefern und Kursverluste von Aktien in schwierigen Zeiten ausgleichen. Aber zum Höhepunkt der Verunsicherung um die Coronapandemie im Frühjahr 2020 verloren Aktien und Anleihen gleichzeitig an Wert.

Der US-Aktienindex S&P 500 büsste von Anfang Jahr bis Mitte März 2020 über 30% ein, die zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihen gaben fast 10% ab. Doch nicht nur das Verhältnis der Bonds zu Aktien ist suspekt, auch die Diversifikation mit anderen Anlageklassen sowie über Regionen hinweg ist in Zweifel gezogen worden. Es wird damit noch schwieriger, Investoren vom Nutzer eines diversifizierten Portfolios zu überzeugen – die Verhaltensökonomie hat festgestellt, dass die Menschen bei der Diversifikation oft nicht der klassischen Finanztheorie folgen (vgl. Kasten unten). Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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