Märkte / Devisen

Dollar: Totgesagte leben länger

Nach mehrwöchigem Kursrückgang kündigen Devisenanalysten den Beginn einer Dollar-Baisse an. Das ist aber riskant.

Die amerikanische Zentralbank hat diese Woche die Märkte mit einem äusserst nüchternen Ausblick geschockt: Das wirtschaftliche Risiko sei gross und die Zinsen würden noch lange nahe null gehalten. Es sei sogar zu früh, darüber nachzudenken, ob man sich über eine Leitzinserhöhung in den USA Gedanken machen solle, teilte Fed-Chef Jerome Powell am Mittwoch der Presse mit.

Wenn der oberste Währungshüter eines Landes andeutet, dass die Zinsen mindestens bis Ende 2022 nicht steigen werden, sollte das die Landeswährung schwächen. Der Dollar reagierte umgekehrt. Nachdem der an der Terminbörse ICE gehandelte Dollarindex DXY seit dem 25. Mai 4% verloren hatte, stoppten Powells Worte den Kursrückgang. Und als am Donnerstag die Aktien weltweit fielen, legte der Dollar erst einmal zu.

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