Märkte / Devisen

Dollarbullen brauchen Geduld

Trotz zunehmendem Zinsvorteil und Marktturbulenzen kommt die US-Währung nicht in Fahrt. Das sind die Hindernisse.

Mit Devisen Geld verdienen könnte so einfach sein. Man kauft die Währung dort, wo die Renditen höher sind und die Leitzinsen steigen, und profitiert nicht nur vom Zinsvorteil, sondern meist auch von einer Aufwertung. Denn die Statistik zeigt: Sofern die Inflation in beiden Währungsräumen ähnlich ist, tendiert die Valuta mit dem Zinsvorteil zur Stärke. Sogenannte Carry-Trade-Strategien nutzen diese Tendenz systematisch aus und verstärken sie noch.

Doch die Strategie funktioniert nicht immer. Das müssen derzeit die Dollarbullen erfahren.

Perfekte Voraussetzungen

Der Greenback hat eigentlich die besten Voraussetzungen, um endlich zur alten Stärke zurückzufinden. Die Zinsvorteil zu Euro, Franken oder Yen ist beträchtlich, und ausserdem wird erwartet, dass die US-Notenbank Fed früher und kräftiger an der Zinsschraube dreht als andere Zentralbanken und durch den Verkauf von Anleihen die Bilanz abbaut. Ganze vier Fed-Leitzinserhöhungen erwarten die Marktteilnehmer dieses Jahr, während die EZB frühestens 2023 mit einem Mini-Zinsschritt beginnen dürfte.

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