Die Ausgangslage zu Beginn der neuen Handelswoche verspricht viel Spannung: Bei anhaltenden Verlusten trüben sich die Perspektiven am amerikanischen Aktienmarkt deutlicher ein. Noch aber kann dem Dow Jones (Dow Jones 27173.96 1.34%) Industrial Index die Wende zurück nach oben gelingen.

In den vergangenen zwei Handelswochen ging es beim Dow unter dem Strich abwärts, der Abschlag zum kürzlich erreichten Verlaufshoch beträgt bereits gut fünf Prozent. Im Vergleich zu den anderen US-Indizes schlägt sich das bekannteste Aktienbarometer recht gut, der technologielastige Nasdaq 100 (Nasdaq 100 11151.132967 2.34%) steht bereits elf Prozent unter seinem Hoch.

Doch auch beim Dow wird es nun eng. Die drei unteren Wendepunkte aus der Vorwoche bei 27’450 liegen nur knapp über einer seit Juni etablierten Aufwärtstrendlinie (grün) bei 27’300. Der von Index Radar aus Schwankungen berechnete Prognosekorridor (grau) lässt bereits Spielraum bis an eine alte Wendezone um 27’100. Fällt der Markt unter die zuletzt genannte Schwelle, müssen wir uns auf eine größere Konsolidierung einstellen. Ein solches Szenario würde auch zum saisonalen Verlauf in Jahren mit einer Präsidentschaftswahl passen. Ziele auf der Unterseite liegen zunächst bei 26’400 und 26’600. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Solange die Bären keine Fakten schaffen, könnte sich das aktuelle Niveau auch als Sprungbrett zurück an den Monatsdurchschnitt (blaue Linie) bei 28’200 erweisen. Mit dem unten vorgestellten Bull-Schein von Morgan Stanley (MS 47.04 0.92%) wären so gut 10% Gewinn möglich.

Vorerst keine Gefahr lauert auf der längeren Zeitachse. Hier ist der Dow mit dem Durchschnitts-Preisband (violett) um 26’300 gut abgesichert. Vorgelagert ist bereits an der unteren Grenze des Vorhersage-Korridors bei 26’700 mit stärkerer Nachfrage zu rechnen. Zuletzt wurden im Mai und Juni kurze Rücksetzer an den südlichen Randbereich gekauft (ovale Markierungen).

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)

Leser-Kommentare