Wer sich wundert, warum die Börsen hierzulande keinen klaren Trend mehr haben, muss nur über den Atlantik schauen: Nach wie vor hat die Wall Street einen grossen Einfluss, und dort ist die Tendenz des richtungsweisenden Dow Jones Industrial neutral – bestenfalls.

Seit der eher negativen Inselumkehr-Formation vom Monatsanfang («Island Reversal») lässt der Dow eher nach, wobei die bisherige Stabilität des Marktes oberhalb von 24’750 dem Ganzen noch einen leicht verharmlosenden Unterton gibt. Anleger müssen jedoch auch weitere Verluste bis 23’800 mit einkalkulieren, selbst wenn es nur bei einer Seitwärtsbewegung bleibt.

Nach oben bleibt der Markt zunächst limitiert auf die im mittelfristigen Chart erkennbare horizontale Wendezone bei 27’300 / 28’200. Bildet sich auf dieser Zeitebene auch eine Seitwärtsbewegung aus, müsste der Dow diese Grenzen zumindest zeitnah noch einmal testen. Bleibt er dagegen nun dauerhaft unterhalb seines langfristigen Durchschnitts-Preisbandes (violett), wäre das ein eher negatives Signal und könnte auch zu einem Test der tiefsten, auf dieser Zeitebene derzeit noch erkennbaren Umkehrzone um 22’800 führen, oder zu Schlimmerem.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)

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