Noch vor wenigen Tagen wirkte der Dow Jones (Dow Jones 34'479.60 +0.04%) Industrial Index markttechnisch klar angeschlagen. Doch eine schnelle Bodenbildung scheint das Blatt wieder zu wenden – oder doch nicht?

Erst eine Woche ist es her, dass der Dow mit einem “Shooting Star” ein klares Warnsignal sendete. Und tatsächlich gingen die Kurse nach dieser Intraday-Richtungsumkehr am Zwischenhoch auch wieder nach unten. Dabei wurden kurzfristig wichtige Preisschwellen wie der Monatsdurchschnittspreis (blau) und der markante waagerechte Haltebereich um 33’700 unterboten – was die Schwäche bestätigte.

Allerdings fiel der Index nur bis in den Bereich des unteren kurzfristigen Schwankungsbandes (grau), das sich aus vergangenen Bewegungen errechnen lässt. Dieses Limit fällt aktuell auch mit der nächstgelegenen horizontalen Bodenbildungszone um 33’000 / 33’300 zusammen und scheint bereits attraktiv genug für viele Schnäppchenjäger zu sein, was zu einer vorläufigen Stabilisierung führt. Nach den vielen negativen Vorzeichen bleiben wir aber skeptisch, und sehen für eine schnelle Erholung maximal Luft bis an die umsatzstarken Preisniveaus der Vortage bei 34’700 / 34’800 und 35’000 Punken

Der langfristig nach wie vor überhitzte Marktzustand lässt das Korrekturrisiko auf hohem Niveau verharren. Der Dow ist nicht nur sehr weit von seinem langfristigen Durchschnittspreis entfernt (violette Bänder), sondern auch schon sehr lange. Eine ähnliche Konstellation ließ den Markt im Jahr 2009 nach eine V-förmigen Erholung ebenfalls stagnieren (rot). Bis an das Kursziel an der Obergrenze vom linear verlaufenden Basistrend bei rund 37’850 dürfte der Dow ohne Pause daher kaum mehr steigen können.

Die kurzfristige Ausgangslage geht einher mit einem mittel- bis langfristig überhitzten Index, der am oberen Rand seiner jeweiligen Schwankungsbänder verläuft (rot). Dies spricht nicht zwingend für eine stärkere Korrektur, erhöht das Risiko jedoch ungemein.

Trading-Idee: Unverändert sind Zertifikate wie z.B. die Valor 48958674 der UBS eine Option, um von einem möglichen Anstieg des Dow auf der letzten Meile vor einer Zwischenkorrektur zu profitieren. Das Halten bestehender Positionen, idealerweise kombiniert mit Teilgewinnmitnahmen, ist angesichts fehlender Verkaufssignale trotz Überhitzung noch möglich. Frische Käufe sind allerdings nur etwas für risikofreudige Spielernaturen mit eher kurzem Anlagehorizont.

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(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)

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