Seit einigen Tagen pendelt der Dow Jones (Dow Jones 26709.38 -2.74%) Industrial Index in einer engen Spanne seitwärts. Eine klare Richtungsentscheidung liegt somit im kurzfristigen Bereich noch nicht vor und Anleger brauchen Geduld. Neue Signale sind aber schon bald zu erwarten.

Auf Wochensicht liegt der Dow bisher rund 1% im Plus. Keine wirklich überzeugende Bilanz, aber im Rückspiegel betrachtet auch nicht schlecht, nachdem es in den beiden Vorwochen jeweils um knapp 2% abwärts ging. Die Lethargie der vergangenen Tage freute bisher nur Trader, die kurzfristig von einer Grenze der Spanne zur anderen positioniert waren. Mit den unten aufgeführten Bull- und Bear-Scheinen war dies perfekt möglich. Die spannende Frage lautet nun: Wann schafft der Dow den Ausbruch aus der Range?

Der Blick auf den hochaufgelösten Stundenchart zeigt deutlich, dass der Spielraum enger wird. Auf der Unterseite steigt der Aufwärtstrendkanal (grün) weiter an und lässt Platz bis 27’500. Ende des Monats verläuft die Grenze bereits bei rund 28’000. Zugleich war zuletzt immer wieder an der Kombination aus Monatsmittelwert und horizontaler Wendezone um 28’200 eine erhöhte Abgabebereitschaft messbar. Ein Ausbruch rückt somit näher und dürfte umso dynamischer ausfallen, je länger die enge Seitwärtsbewegung anhält.

Positiv stimmt die Tatsache, dass der übergeordnete mittelfristige Aufwärtstrend weiter intakt ist. Etwas wahrscheinlicher ist somit ein Sprung über die Barriere um 28’200 mit Ziel 28’600. Allerdings gilt es auch weiterhin die Unterseite im Blick zu behalten.

Vor dem meist freundlichen Jahresausklang kommt der nicht selten an den Börsen eher stürmische Herbst. Besonders das letzte September-Drittel und der Monatswechsel sind häufig von Schwäche gekennzeichnet, wie der saisonale Durchschnittsverlauf zeigt (Markierung). Spekulationen auf eine Korrektur sind jetzt allerdings noch recht riskant. Erst unter 27’500 dürfte der Verkaufsdruck zunehmen. Im negativen Fall können sich Bären die 27’100 sowie die Zone um 26’400/26’600 vormerken.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)

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