Beim Dow Jones (Dow Jones 27173.96 1.34%) Industrial Index finden sich nach wie vor oberhalb des Monatsdurchschnitts zu wenig Käufer für einen weiteren Impuls Richtung Norden. Der positive Trend seit Juni spricht eigentlich für weiter steigende Kurse. Allerdings sollten Trader heute sehr vorsichtig sein.

Bereits zum zweiten Mal seit Monatsbeginn scheiterte der Dow am Preisniveau um 28’200. Neben einer eigentlich eher als schwach einzuordnenden horizontalen Wendezone kam es auch an der auf gleicher Höhe verlaufenden 21-Tage-Linie (blau) wieder zu Gewinnmitnahmen. Deutlich wird die Zurückhaltung der Anleger auch beim Handelsvolumen, das zuletzt kräftig gefallen ist. Eine von Zuversicht geprägte, dynamische und marktbreite Aufwärtsbewegung sieht anders aus.

Nüchtern betrachtet bleibt die Ausgangslage aber noch unverändert. Solange der Dow im Aufwärtskanal läuft und die südliche Grenze bei 27.400 nicht unterbietet, ist die Prognose verhalten optimistisch. Ein erneuter Rücklauf in den Bereich um 27’400/27’600 kann jederzeit erfolgen und über das unten vorgestellte Bear-Produkt gespielt werden. Hingegen wäre ein Ausbruch über die 28’200er-Barriere als klassisches Kaufsignal zu sehen und dürfte den Dow zunächst bis an den oberen Rand des Prognosekorridors (grau) bei 28’600 führen.

Als Triebfeder einer neuen Aufwärts- oder Abwärtswelle könnte sich die heutige Fed-Zinsentscheidung erweisen (20 Uhr, Pressekonferenz ab 20:30 Uhr). Seit dem März-Crash ging es nach Fed-Sitzungen zwei Mal abwärts, Ende Juli drehte der Dow hingegen nach oben (siehe horizontale Markierungen). Zudem kam es in den Tagen nach einer Notenbankentscheidung immer zu kräftigen Kursbewegungen. Sehr kurzfristig dürfte daher Klarheit herrschen, ob wir ein Signal der Stärke (über 28’200) oder der Schwäche (unter 27’400) sehen.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)

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