Trotz deutlicher Verluste seit dem Monatshoch zeigte der Dow Jones (Dow Jones 28363.66 0.54%) Industrial Index bisher nur eine schwache Erholung. Auch vor dem Hintergrund der negativen Saisonalität stellt sich die Frage, ob es bereits Signale für einen kräftigeren Abwärtsschub gibt.

Ähnlich wie der Dax (DAX 12543.06 -0.12%) scheinen auch die Anleger beim Dow vom jüngsten Rücksetzer beeindruckt zu sein. Die Verunsicherung ist sprunghaft gestiegen und schreckt ab. An der Grundproblematik hat sich somit nichts verändert: Sowohl der Rücksetzer unter den Aufwärtstrend (grün gestrichelt) wie auch die nun vorliegende Serie fallender Hoch- und Tiefpunkte lassen kurzfristig ein anhaltend schwieriges Marktumfeld erwarten.

Erst wenn der Dow den Wendebereich um 27’600/27’700 zurück erobert, dürften wieder verstärkt Käufer zugreifen. Ein solcher Nachfrageschub zeichnet sich bisher nicht ab. Wer am Wochentief mit dem unten vorgestellten Bull-Papier eingestiegen ist, liegt etwa 20% im Plus und sollte daher langsam Gewinne realisieren. Ab Kursen um 27’500/27’600 kann mit dem Bear-Schein auf einen erneuten Rücklauf an die bereits genannte Zielzone bei 26’400/26’600 gesetzt werden.

Neben der chart- und markttechnischen Auswertung liefert die Analyse der Marktbreite wichtige Hinweise, wie es um das Fundament bestellt ist. Unter dem Chart ist der prozentuale Anteil der Dow-Aktien abgebildet, die ihre 200-Tage-Linie behaupten. Je mehr Indexmitglieder über dem viel beachteten Mittelwert notieren, desto robuster ist die Aufwärtsbewegung. Auf der anderen Seite steigt die Wahrscheinlichkeit für eine prozentual zweistellige Korrektur deutlich an, wenn mehr als die Hälfte der Titel unter dem Durchschnitt laufen (rote Markierung). Aktuell stehen rund 65% der Dow-Aktien über dem Signalgeber. Es besteht somit noch kein Grund, auf einen unmittelbar bevorstehenden Crash zu spekulieren.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)

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