Noch zur Wochenmitte startete der US-Leitindex durch bis zu einem neuen Rekord, doch dann verliess Investoren der Mut. Das Resultat ist eine Kursformation, die zur Vorsicht mahnt.

Eine im Vergleich zu den Vortagen überdurchschnittlich erfolgreiche Handelssitzung, auf die eine ebenso aussergewöhnlich schwache Tagesbilanz folgt – diese Kombination zeigte der Dow am Mittwoch und Donnerstag, und bildete damit ein unter Analysten als Warnsignal bekanntes «Bearish Engulfing»-Muster aus (rot): Werden die Preise als Candlestick-Chart dargestellt, ist es anhand einer langen weissen und einer anschliessenden, meist noch längeren schwarzen Kerze erkennbar. Darauf folgen mit erhöhter Wahrscheinlichkeit ein paar schwache Tage, insbesondere wenn der Markt zuvor bereits gestiegen und dann auch noch an weiteren technischen Barrieren angekommen ist.

Die einen Tag vorher noch positive Prognose ist dadurch nun wieder relativiert. Zwar spricht auch weiterhin nichts gegen eine Fortsetzung des kurzfristigen Aufwärtstrends, doch eine vorausgehende Atempause wird zunehmend wahrscheinlicher.

Verbindet man für eine lineare Abbildung des mittelfristigen Aufwärtstrends den Spitzenwert des Dow vom Juni 2020 mit möglichst vielen weiteren Zwischenhochs, wäre das technische Potenzial des Marktes im daraus ableitbaren Kurskorridor ausgeschöpft. Eine Beschleunigung, die zu einer Anpassung des Kanal-Steigungswinkels zurück zu den bis vor kurzem noch bei 32’900 liegenden Kurszielen führt, ist natürlich jederzeit möglich.

Doch Angesichts der im kurzfristigen Zeitfenster sichtbar gewordenen Zurückhaltung ist dies – zumindest vor einer kleineren Atempause – vorerst das weniger chancenreiche Szenario. Auf längere Sicht stellt dagegen nach wie vor der obere Rand des statistischen Schwankungskorridors bei momentan etwa 32’600 das nächste Kursziel dar (blaue Fläche) – mit steigender Tendenz.

Nach wie vor können Anleger beispielsweise mit Zertifikaten wie  der Valor 48958674 der UBS von einer Aufwärtsbewegung profitieren. Das Papier verstärkt Schwankungen des Dow  um das Vierfache. Wer allerdings jetzt erst neu einsteigen will, sollte lieber eine kleine Schwächephase abwarten.

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(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)

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