Kurz auf der Oberseite angetäuscht, dann ging es wieder abwärts – auch die Neuigkeiten der Fed vermochten den Dow Jones (Dow Jones 26519.95 -3.43%) Industrial Index nicht über die nächste Hürde zu hieven. Folgen heute weitere Verluste, könnte es bald ungemütlich werden. 

Ein Kerzenmuster in Form eines T, das auf dem Kopf steht, ist selten und hat an den Märkten einen schlechten Ruf. Der Dow lieferte mit dem gestrigen Handelstag ein besonders gutes Beispiel für solch eine Kerze. Eröffnungs-, Schluss- und Tiefstkurs waren nahezu identisch, zwischenzeitlich kam es aber zu einer kleinen Rally, die im späten Geschäft jedoch komplett verkauft wurde (siehe Markierung).

Die Optimisten konnten sich erneut nicht über der 28’200er-Schwelle und somit dem Monatsmittelwert (blaue Linie) durchsetzen. Ein solcher sogenannter Gravestone Doji (Grabstein) deutet, wie der Name bereits vermuten lässt, auf eine Trendumkehr hin. Damit leuchtet auf Basis der Kerzenanalyse ein weiteres – vorerst noch potenzielles – Schwächesignal auf. Denn erst wenn das klassische Umkehrmuster durch eine negative Entwicklung bestätigt wird, verdichten sich die Signale für eine stärkere Korrektur.

Vorerst besteht somit noch kein Grund zur Panik, erhöhte Wachsamkeit ist aber angesagt. Eine Rückkehr in den Bereich um 27’600 wäre als erste Bestätigung zu sehen. Für eine Neueinschätzung der aktuell noch positiven Ausgangslage müsste der Dow aber auch den Aufwärtstrend bei derzeit 27’450 unterbieten. Erst dann werden neue Ziele auf der Unterseite bei 27’100 und später 26’400/26’600 aktiviert. Nur sehr risikobereite Anleger steigen schon jetzt mit einer kleinen Short-Position über den unten genannten Bear-Schein ein. Bessere Erfolgsaussichten haben aufgrund des noch intakten Aufwärtstrends derzeit noch Long-Wetten, die bei Rücksetzern in den unteren Bereich des Kanals aufgebaut werden.

(Quelle der Grafiken: www.iquant.ch)

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