Märkte

Draghi lässt Risikoprämien wieder schmelzen

Der Chef der Europäischen Zentralbank signalisiert die Bereitschaft, die ohnehin schon expansive Geldpolitik weiter zu lockern. Die Renditen stürzen daraufhin ab.

EZB-Chef Mario Draghi macht den Märkten vier Monate vor seinem Rücktritt ein Abschiedsgeschenk. Anlässlich der Schlussrede des Notenbanktreffens in Sintra stellt er eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Aussicht. Sollte sich der Wirtschaftsausblick nicht verbessern und die Inflation im Euroraum nicht anziehen, würden stützende Massnahmen erforderlich sein, erläuterte er.

Am Markt wird nun über eine Zinssenkung durch die EZB noch in diesem Jahr spekuliert. Auch erneute Käufe von Staatsanleihen schloss Draghi nicht aus.

Dies führte zu einem Kursfeuerwerk an den Aktienmärkten und drückte im Gegenzug die Renditen der europäischen Staatsobligationen auf ein Rekordtief. Die Rendite auf die zehnjährige deutsche Bundesanleihe gab deutlich nach und fiel zwischenzeitlich auf das historische Tief von –0,33%.

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