Märkte / Makro

Drastischer Stellenabbau in den USA

Das Coronavirus schlägt mit voller Wucht auf den US-Jobmarkt durch.

(Reuters) Nach dem Ausbruch der Viruskrise sind in den USA um ein Vielfaches mehr Jobs gestrichen worden als erwartet. Im vorigen Monat wurden 701’000 Stellen ausserhalb der Landwirtschaft abgebaut, wie die Regierung am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für März lediglich mit 100’000 gerechnet.

Allerdings spiegeln die Zahlen nicht das ganze Ausmass des jähen Einbruchs am Jobmarkt wider, da die Statistik wegen des Stichtags 12. März eine Welle von Entlassungen in der zweiten Monatshälfte gar nicht erfasst. Allein vorige Woche hatten rund 6,65 Mio. Amerikaner staatliche Arbeitslosenunterstützung angefordert – ein historischer Höchstwert.

Die in einer separaten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote sprang im März auf 4,4% von 3,5%. Der bis zum Ausbruch der Corona-Krise boomende Jobmarkt gerät somit in den Abwärtsstrudel: Der Anstieg der Arbeitslosigkeit geht mit Ausgangsbeschränkungen in weiten Teilen der USA einher.

Die meisten US-Bundesstaaten haben ihre Bürger wegen der Ansteckungsgefahr aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Dennoch breitet sich das Corona-Virus rasant aus. Die USA sind weltweit das Land mit den meisten Infektionsfällen.

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