Unternehmen / Schweiz

Drohende Strafzölle auf iPhones belasten AMS

Aussagen von US-Präsident Trump sorgen bei Tech-Anlegern für eine zurückhaltende Stimmung.

(Reuters) Aus Furcht vor einer geringeren iPhone-Nachfrage steigen Anleger bei europäischen Apple-Zulieferern aus. Die Aktien von Dialog Semiconductor und AMS (AMS 22.05 -8.05%) verloren am Dienstag deutlich. Die Papiere des iPhone-Anbieters Apple (AAPL 165.48 -3.2%) büssten auf der Handelsplattform Tradegate ebenfalls ein.

Genährt wurden die Spekulationen von einem Interview des US-Präsidenten Donald Trump im «Wall Street Journal». Wenige Tage vor seinem geplanten Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping bezeichnete Trump es als «sehr unwahrscheinlich», auf die geplante Anhebung der Strafzölle zu verzichten.

Ausserdem brachte der US-Präsident Strafzölle auf iPhones und Computer ins Gespräch. Diese gehören zu den wichtigsten chinesischen Export-Gütern und waren bislang von Sonderabgaben ausgenommen. «Ich könnte den Zoll auf 10% festsetzen», sagte Trump. «Die Leute würden damit problemlos klarkommen.»

Apple war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen. Firmenchef Tim Cook hatte sich wiederholt gegen Zollschranken ausgesprochen.

Durch die jüngsten Kursverluste verlor der Elektronik-Anbieter, dessen Börsenwert im August die Marke von einer Billion Dollar geknackt hatte, seinen Status als wertvollstes Unternehmen der Welt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 815 Mrd. $ musste Apple die Krone an den Software-Konzern Microsoft (MSFT 106.03 -3.12%) abgeben, der am Dienstag mit etwa 817 Mrd. $ bewertet wurde.

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