Unternehmen / Industrie

DSV betrachtet Vorgehen bei Panalpina nicht als «feindlich»

Der dänische Logistikkonzern hält an den Übernahmeplänen für Panalpina fest. Ein feindliches Vorgehen sei das nicht, sagt DSV-CEO Andersen.

(AWP/Reuters/DY) Der dänische Logistikkonzern DSV (DSV 642.6 -0.65%) lässt bei der geplanten Übernahme des Basler Rivalen Panalpina (PWTN 225 -0.53%) nicht locker. Das Angebot von DSV sei für alle Beteiligten attraktiv und könne eine deutlich stärkere Firma schaffen, erklärte DSV am Donnerstag. Sie konzentriere sich voll darauf, den Deal durchzubringen.

DSV-CEO Jens Bjørn Andersen sagte einer Telefonkonferenz  am Donnerstag zum Übernahmeangebot an Panalpina: «Das ist ein grosser Schritt für uns. Falls wir Erfolg haben, wäre es die grösste Übernahme in unserer Geschichte. Wir nehmen das extrem ernst. Aber zu diesem Zeitpunkt habe ich keine weiteren Kommentare zu diesem Thema.»

Auf die Frage, weshalb DSV anders als in der Vergangenheit nun bei zwei Übernahmeversuchen ein feindliches Vorgehen gezeigt habe, sagte Andersen: «Wir betrachten die letzten beiden Angebote, das für Ceva und das für Panalpina, nicht als feindlich. Ein feindliches Vorgehen wäre etwas ganz anderes als das, was wir tun.» Die versuchte Übernahme von Ceva war im vergangenen Jahr gescheitert.

Bei Panalpina hat der grösste Aktionär die rund 4 Mrd. Fr. schwere Offerte von DSV abgelehnt. «Wir sind überzeugt, dass Panalpina für ihre Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter mit ihrer Strategie als Konsolidierer mehr Wert schaffen kann als die veröffentlichte unverbindliche Kaufofferte von DSV», hatte die Ernst-Göhner-Stiftung erklärt. Die Stiftung besitzt rund 46% der Panalpina-Aktien.

Die Dänen hatten im Januar rund 4 Mrd. Fr. (170 Fr. pro Aktie) für den Basler Logistikkonzern geboten. Hintergrund des Kaufangebots ist die sich beschleunigende Konsolidierung in der Branche. Die Dänen beispielsweise haben bereits mehrere grössere Übernahmen wie etwa die amerikanische UTi erfolgreich gestemmt.

Leser-Kommentare