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DSV Panalpina übernimmt die Logistiksparte von Agility

Unmittelbar nach der schnellen Integration von Panalpina schlägt DSV erneut zu. Mit der Akquisition werden die Dänen Nummer drei der Frachtlogistiker.

Nun werden sie doch noch vereint: Panalpina und Agility. Im Frühjahr 2019 führten die beiden Unternehmen Gespräche über eine Fusion der Logistikgeschäfte. Daraus wurde nichts. Panalpina ging dann einige Monate später nach einem Preispoker via Kapitalerhöhung und Aktientausch für 5,1 Mrd. Fr. an die dänische DSV. Nun hat die in DSV Panalpina umbenannte Frachtlogistikerin die Übernahme von Agility angekündigt.

DSV bietet 4,2 Mrd. $ in Gestalt neuer Aktien für Global Integrated Logistics, die Logistiksparte des Agility-Konzerns mit Sitz in Kuweit, der unter anderem noch in Industrieparks, Flughafendiensten und im Immobilienmanagement engagiert ist. Damit wird Agility hinter der Schweizer Ernst-Göhner-Stiftung, die als einstige Mehrheitsaktionärin von Panalpina 11% der DSV-Anteile hält, zweitgrösster Anteilseigner der Dänen. Die Transaktion soll vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen und der Zustimmung der Aktionäre im dritten Quartal 2021 abgeschlossen werden.

Neue Nummer drei

Agility war bisher die Nummer 21 unter den grössten Anbietern von Speditions- und Kontraktlogistik. Im Jahr 2020 erreichte das Unternehmen mit rund 17’000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4 Mrd. $ und einen Betriebsgewinn (Ebit) von 129 Mio. $. Mit der Übernahme schiebt sich DSV eigenen Berechnungen zufolge mit einem kombinierten Pro-Forma-Umsatz von rund 22 Mrd. $ (+23%) und mehr als 70’000 Mitarbeitern hinter DHL und Kühne + Nagel auf Platz drei der Weltrangliste. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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