Unternehmen / Ausland

Düstere Aussichten für Europabanken

Das Risiko von Kreditausfällen bleibt hoch. Die Geldhäuser müssen weiter sparen.

Es ist ein Stärkezeichen der Optimisten: Die im Krisenjahr abgestraften Aktien europäischer Banken haben vor einem Monat eine wahre Aufholjagd gestartet und seither an den Börsen überperformt. Seit Verkündung der ersten Impfstoff-Erfolge Anfang November hat der Stoxx Europe 600 Banken 27% gewonnen. Der Euro Stoxx Banks legte gar 35% zu. Zwar hinkt die Branche dem Markt auf Jahressicht weiter hinterher. Doch der Weg auf das Vorkrisenniveau war schon länger.

Das letzte Stück dürfte allerdings holprig werden. Dem Optimismus zum Trotz bleiben die Gewinnerwartungen für die europäischen Geldhäuser reduziert. In der Europäischen Union (EU) haben diverse Staaten ihre Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus überarbeitet und mit schärferen Teil-Lockdowns auf die hohen Infektionszahlen reagiert. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit für Kreditausfälle. Ein heikles Thema. Banken und Aufsicht sind stolz, die Zahl der faulen Kredite in Europa allein seit 2014 auf 500 Mrd. € halbiert zu haben.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?