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Dufry: Singer grösstenteils ausgestiegen

Das Engagement von US-Investor Paul Singer beim Reisedetailhändler ist schon vorbei. Er hat seine Position fast komplett abgebaut.

(AWP) Das Gastspiel des US-Milliardärs Paul E. Singer beim Reisedetailhändler Dufry (DUFN 139.5 1.09%) hat nicht lange gedauert. Die von ihm kontrollierten Hedge Funds Elliott und Liverpool Limited haben ihre Anteile gemäss einer Pflichtmitteilung der SIX Swiss Exchange vom Samstag in zwei Schritten auf noch 0,94% reduziert. An der Börse geben die Dufry-Aktien nach.

Singer war im Dezember bei Dufry eingestiegen und hatte mit Stichtag 12. Dezember einen Anteil von 5,57% gemeldet. An diesem Tag schlossen die Dufry-Titel bei 133.80 Fr. Zum Wochenschluss am Freitag, 2. Februar, notierten die Aktien bei 143.50 Fr. Singer dürfte damit einen schönen Kursgewinn auf seinen Titeln verbucht haben.

Keine Forderungen

An wen die Aktien verkauft wurden, lässt sich auf Basis der Angaben in der Pflichtmitteilung nicht eruieren. Dufry sei im Vorfeld des Verkaufs nicht informiert worden, sagte ein Dufry-Sprecher auf Anfrage von AWP. Auch sei dem Unternehmen nichts weiteres zum Hintergrund der Transaktion bekannt.

Seit der Beteiligung von Singer im Dezember habe es ein Treffen zwischen dem Top-Management und einem Vertreter von Elliott gegeben, so der Sprecher weiter. Konkrete Forderungen seitens des Grossaktionärs seien dabei allerdings keine gestellt worden.

Gemäss Medienberichten stammten die Aktien, in deren Besitz Singer war, vom chinesischen Mischkonzern HNA. Dieser hält gemäss jüngsten Angaben rund 20,9% aller Dufry-Aktien. Diese Aktien seien im Rahmen einer Equity-Collar-Transaktion an eine Bank gegen Finanzmittel ausgeliehen worden, berichtete die «Financial Times» im Dezember. Die Bank habe die der Transaktion zugrundeliegenden Dufry-Aktien dann als Absicherung an Fonds, darunter Elliott von Singer, verkauft.

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