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Dufry steigen munter

Die Aktien des Reisedetailhändlers zeigen sich von der Senkung des Kreditratings durch Moody's wenig beeindruckt. Der Sparkurs wird verschärft.

(AWP) Die Aktien des Reisedetailhändlers Dufry (DUFN 28.66 7.58%) setzen am Mittwoch den Höhenflug des Vortages fort. Die Investoren zeigen sich von der Senkung des Kreditratings durch Moody’s sowie der Dividendenkürzung eines Konkurrenten wenig beirrt in ihrer Kauflaune.

Wegen der Coronakrise hatte die Rating-Agentur Moody’s am Mittwoch das Kreditrating für Dufry auf «Ba3» von «Ba2» zurückgestuft. Je nach dem weiteren Verlauf der Krise sei eine weitere Abstufung möglich, hiess es im Kommentar. Sollte die Flexibilität bei den Kosten geringer sein als angenommen, könnten sich die Liquiditätsprobleme weiter verschärfen.

Am Vormittag hatte Mitbewerber Lagardère die Guidance für das laufende Jahr ausgesetzt und die ursprünglich vorgeschlagene Dividende von 1.30 auf 1 € gesenkt. Dufry seinerseits könnte aus Liquiditätsgründen gar vollständig auf die Ausschüttung von 4 Fr. je Aktie verzichten, kommentierte die Credit Suisse (Credit Suisse 8.322 3.35%).

Derweil hat Dufry den Sparkurs verschärft. «Weil sich die Situation verändert hat sind die ursprünglich beschlossenen Massnahmen ausgeweitet worden», sagte ein Firmensprecher am Mittwoch.

Am 12. März hatte das Schweizer Unternehmen Kostensenkungen von 60 Mio. Fr. angekündigt. Es sei schwierig abzuschätzen, wie stark der Umsatz des Unternehmens sinken werde. Jedenfalls dürfte Dufry von staatlichen Hilfsprogrammen in Spanien, Italien, der Schweiz, Grossbritannien und den Niederlanden profitieren.

Der Konzern befinde sich in Gesprächen mit den Kreditgebern. Dufry habe positive Signale bezüglich Unterstützung erhalten, unterschrieben sei aber noch nichts. «In jedem Fall gehen wir nicht davon aus, dass die Liquidität in der Krise zum Problem wird.»

Die komplette Historie zu Dufry finden Sie hier. »

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