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Durch den Sturm mit lahmen Tech-Titeln

Es gibt sie, die Unternehmen im Technologiesektor, die wachsen, Gewinn erwirtschaften und Dividende zahlen. Sie bieten Schutz bei Turbulenzen.

Tech-Investoren brauchten in jüngster Zeit starke Nerven. Die US-Technologiebörse Nasdaq notiert unter dem Stand von Anfang 2021 – der Gewinn eines Jahres wurde also preisgegeben. Höhere Inflation, steigende Zinsen und makroökonomische Risiken: Für Wachstumswerte hat sich dieser Cocktail als Gift erwiesen. Einstige Börsenlieblinge wie der Heimtraineranbieter Peloton, der E-Commerce-Spezialist Shopify oder der Datenanalytiker Palantir haben im hohen zweistelligen Prozentbereich eingebüsst.

Auch die Big-Tech-Konzerne leiden. Amazon notieren in der Nähe des 52-Wochen-Tiefs. Netflix sind nach enttäuschenden Zahlen abgestürzt. Die Facebook-Mutter Meta, der Google-Konzern Alphabet oder Microsoft haben von ihrem 52-Wochen-Hoch ebenso jeweils mehr als 20% verloren. Viele der jüngsten Ausbruchsversuche haben sich als Strohfeuer erwiesen – als Bärenmarktrally. Relative Sicherheit finden Anleger in diesen Zeiten ausgerechnet bei den Titeln, die in Vergangenheit als langweilig galten.

Nichtprofitable verlieren

Seit dem Hoch im vergangenen November hat der Nasdaq Composite mehr als 20% an Wert eingebüsst. Nach Definition befindet er sich in einem Bärenmarkt, einem Umfeld, in dem es mehr Verkäufer als Käufer gibt. Unter die Räder sind vor allem diejenigen Tech-Valoren gekommen, die noch keinen Gewinn erwirtschaften. Für solche Unternehmen wird es mit steigenden Zinsen teurer, das künftige Wachstum zu stemmen. Den Absturz zeigt bildhaft der Non Profitable Technology Index von Goldman Sachs, ein Aktienkorb der Investmentbank, in dem nur Technologiegesellschaften aufgenommen werden, die mit Verlust arbeiten. Das Barometer zeigt noch mehr Rot als der Nasdaq.

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