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Konjunktur dürfte sich 2019 abkühlen

Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse geht von einer Halbierung des Schweizer Wachstums im kommenden Jahr aus.

(AWP) Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse geht von einer Halbierung des Schweizer Wirtschaftswachstums im kommenden Jahr aus. Für das laufende Jahr erwartet der Verband ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 2,7%. 2019 soll dann laut Mitteilung vom Dienstag das Plus nur noch um 1,4% betragen.

Im Juni lautete die Prognosen von Economiesuisse noch auf 2,3% für das laufende und 1,7% für das kommende Jahr. Der Verband verweist zur Begründung auf die nachlassende Dynamik der Weltwirtschaft und die zunehmenden wirtschafspolitischen Unsicherheiten. So hätten der Handelskrieg zwischen den USA und China, der Brexit, die Angst vor einer erneuten Schuldenkrise in Europa und mögliche Massnahmen der EU gegen die Schweiz die Unternehmen verunsichert, schreibt der Verband.

Für das laufende Jahr ist Economiesuisse jedoch optimistisch. Denn der unerwartete Wachstumsstopp im dritten Quartal sei nur temporärer Natur. Bereits im Oktober hätten die Exporte wieder kräftig zugelegt und ein Allzeithoch erreicht. Die Schweizer Firmen investierten weiter kräftig in die Produktionsanlagen und den Ausbau neuer Geschäftstätigkeiten.

In Sachen Preisen geht Economiesuisse von keinen Überraschungen aus. So werde die Inflation im laufenden Jahr knapp unter der Ein-Prozent-Marke verharren, heisst es in der Mitteilung. Für 2019 lautete die Teuerungsprognose 0,8%.

Trotz der prognostizierten deutlichen Wachstumsabschwächung dürfte gemäss Economiesuisse die Arbeitslosenquote weiter auf 2,4% sinken. Für 2018 gibt der Verband eine Quote von 2,6% an.

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