Unternehmen / Energie

Edisun erzielt 2019 Rekordgewinn

Nach Gewinn- und Umsatzanstieg im vergangenen Geschäftsjahr rechnet der Solarspezialist für dieses Jahr mit deutlich tieferem Nettoergebnis.

(AWP/SYC) Der Solarstromspezialist Edisun (ESUN 108 -0.92%) Power hat im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz erneut gesteigert und einen Rekordgewinn erzielt. Für das laufende Jahr dürfte das Nettoergebnis allerdings deutlich tiefer ausfallen.

Beim Umsatz legte Edisun um 3% auf 14,3 Mio. Fr. zu, wie sie am Donnerstagabend mitgeteilt hat. Das Ergebnis auf Stufe Ebitda stieg um 1% auf 10,3 Mio. Fr., und der Reingewinn erhöhte sich um 18% auf 3,6 Mio. Fr. Vor allem dank erstmaligem Ertrag aus dem Projektentwicklungsgeschäft habe man trotz tieferer Strompreise einen Rekordgewinn verzeichnet. Die letztjährige Prognose habe man übertroffen.

Dass der Gewinn je Aktie dennoch nur geringfügig von 5.93 auf 5.96 Fr. stieg, hängt mit der im Sommer durchgeführten Kapitalerhöhung um 50 Mio. Fr. zusammen.

Die Aktionäre sollen nun 1.10 Fr. je Titel an Dividende erhalten, nach 1 Fr. im Vorjahr. Der Verwaltungsrat beabsichtigt, jeweils rund 20% des Gewinns auszuschütten. Erstmals war für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende ausgeschüttet worden.

«Übergangsjahr»

Das laufende Jahr sei aus finanzieller Sicht ein Übergangsjahr, schrieb Edisun weiter. In Spanien und Italien müsse trotz normaler Produktion wegen der Coronaviruspandemie mit tieferen Strompreisen gerechnet werden.

Zudem seien Verzögerungen bei den neuen Projekten in Portugal nicht auszuschliessen. Dennoch erwarte das Unternehmen, den Netzanschluss des ersten Projekts in Portugal bis Ende Jahr zu realisieren, hiess es weiter. Die anderen vier Projekte der erworbenen Pipeline würden voraussichtlich im Verlaufe des nächsten Jahres abgeschlossen.

Dazu erwartet Edisun für 2020 eine neuerlich höhere Steuerbelastung. Der Solaranlagenbetreiber rechnet deshalb beim aktuellen Eurokurs mit einem tieferen Nettoergebnis von 2,8 Mio. Fr. im laufenden Jahr.

Kurzarbeit ist für das Unternehmen mit 3,3 Vollzeitstellen dennoch keine Option, da es diesbezüglich kein Kostensenkungspotenzial gebe, teilte Finanzchef Reto Simmen der «Finanz und Wirtschaft» am Montag mit.

Aktionäre von GV ausgeschlossen

Die Generalversammlung wird gemäss der Mitteilung ausserdem wie geplant am 24. April durchgeführt. Wegen der Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus seien die Aktionäre allerdings von der physischen Teilnahme an der Veranstaltung ausgeschlossen.

Um ihr Stimmrecht wahrzunehmen, können sie ihre Wahl dem unabhängigen Stimmrechtsvertreter mitteilen.